Fassungslosigkeit, Unverständnis und Irritation - Abstimmung zur Standortfrage der Heinz-Sielmann-SchuleVergangenen Donnerstag wurde im Schul- und Kulturausschuss über die Standortfrage der Heinz-Sielmann-Schule beraten und abgestimmt. Vorausgegangen ist dem ein fast zweijähriger Prozess, in dem drei verschiedene externe Berater eingebunden waren und ein Arbeitskreis sich intensiv mit der Thematik befasst hat. Bei einem extern moderierten Workshop haben sich schließlich viele Argumente für die getrennte Standortlösung gefunden, für den gemeinsamen Standort nur ganz wenige. Dazu stellte auch die Verwaltung fest, dass aus pädagogischer Sicht nicht ein Argument dafür sprechen würde, die Schulen auf engstem Raum zusammenrücken zu lassen. Das Ergebnis schien eigentlich klar: Die HSS soll an ihrem jetzigen Standort neu gebaut werden und nicht auf die Seite des Niklas-Luhmann-Gymnasium ziehen. Diese Sicht haben sowohl die Schulleitungen beider Schulen wie auch Lehrerkräfte und fachkundige Eltern auf einer Infoveranstaltung bestätigt. Und selbst auswärtige Schulleitungen bereits bestehender Schulzentren auf engstem Raum raten von einer Zusammenlegung ab, wo immer es geht. Auch hier schien also das Ergebnis klar.Doch weit gefehlt. Während wir als CDU, die Initiative Oerlinghausen und die FDP nun den Argumenten folgten und für die getrennten Standorte stimmten, entschieden sich SPD und Grüne für die Ein-Standort-Variante. Da setzte bei uns Fassungslosigkeit ein und bei dem sonst so wortgewandten Leiter der HSS Sprachlosigkeit. Gerade die vorgebrachten Argumente der SPD in ihrer Stellungnahme sorgten für Unverständnis. Zum einen, weil sie diese nie im Arbeitskreis eingebracht hatten, sodass man sie dort hätte diskutieren können, und zum anderen, weil sie ? wie die Schulleiterin des NLG bereits im Ausschuss ausführte ? zu großen Teilen schlichtweg falsch sind. Neben der Fassungslosigkeit kam dann auch noch Irritation auf, als die Grünen ausführten, dass im Arbeitskreis gar nicht richtig habe diskutiert werden können, weil dort eine gereizte Stimmung geherrscht habe und die Meinungen ohnehin schon festgestanden hätten. Dem entgegnete auch unser Fraktionsvorsitzender Robin Täuber in der Ausschusssitzung mit Unverständnis und erinnerte an die offen geführten Diskussionen in diesem Arbeitskreis und den extern moderierten Workshop.Auch auf die kritisierte Infoveranstaltung und Umfrage reagierte unser Fraktionsvorsitzender und stellte klar, dass im Arbeitskreis bewusst entschieden worden sei, die Varianten nicht zu detailliert vorzustellen ? damit keine vorgefertigte Meinung entsteht und Eltern sowie Schüler unbeeinflusst abstimmen können. Das Ergebnis der Umfrage fiel mit ca. 85% zu 11% bei etwas über 1300 abgegebenen Stimmen deutlich für die getrennten Standorte aus.Aus diesem Grund ist es für uns unbegreiflich, warum SPD und Grüne entgegen allen Expertenmeinungen, den im Arbeitskreis geäußerten Bedenken, der Haltung der Schulleitungen und Schülervertretungen sowie dem klaren Ergebnis der Umfrage für die Ein-Standort-Variante abgestimmt haben. Das führte dazu, dass der zuständige Ausschuss ein derart wichtiges Thema ohne Empfehlung an den Rat weitergegeben hat. Dieser tagt am kommenden Donnerstag (17.07.) um 18:30 Uhr in der Mensa der HSS und trifft die finale Entscheidung.
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